Unsere Marktplätze haben Geschichte


Willkommen Am Hof!

Der Platz Am Hof ist der größte und einer der be-
rühmtesten Plätze der Wiener Innenstadt. Schon die Römer hatten hier einen Lagerplatz.

Im Mittelalter (ca. 1156) errichteten die Babenberger hier ihre Residenz, womit der Platz zum kulturellen Zentrum des Landes wurde. Nach der Verlegung des Residenz der österreichischen Landes-
herren durch die Habsburger in die Neue Burg (Hofburg) um 1280 entwickelte sich der Platz in den folgenden Jahrhunderten zu einem Marktplatz.

Im Jahre 2002 veranstaltete der Verein "Kunst + Handwerk vom Künstler" erstmals Kunsthandwerks-
märkte auf diesem geschichtsträchtigen Platz, und zwar "hinter der Mariensäule".

Derzeit bieten wir Künstlern und Kunsthandwerkern zu Ostern und im Advent die Möglichkeit, ihre Produkte auf diesem traditionsreichen Platz anzubieten.

Den Besucher erwartet im Advent ein stimmungsvoller Markt mit qualitativ hoch-
wertigem Kunsthandwerk, Harfenmusik und selbst-
gebrautem Punsch und Glüh-
wein, eine Oase im Trubel der vorweihnachtlichen Hektik.

Zu Ostern kann man vielleicht schon in der Sonne sitzen, dem Harfenspiel lauschen und mit einem Künstler über seine Arbeiten sprechen.
Und mit etwas Glück findet man genau das Stück,
das man schon immer gesucht hat.
  Willkommen am Spittelberg!

Die Vorstadt Spittelberg entstand im späten 17. Jahrhundert. Damals wurden die Gründe des Bürgerspitals (Spitalberg -> Spittelberg) parzelliert und dicht verbaut. Die kleinen verwinkelten Häuser wurden Platz sparend ohne Höfe oder Gärten, häufig als Durchhäuser gebaut.

Die Bewohner waren arm, zum Teil Angehörige sozialer Rand-
schichten. Zahlreiche Wirts-
häuser und "Tanzstuben" entstanden, der Spittelberg erwarb immer mehr den Ruf der Lasterhaftigkeit. Im Jahre 1850 kam der eigen-
ständige Ort als Teil des neuen Bezirkes Neubau (7. Bez.) zu Wien, was nichts daran änderte, dass der Spittelberg bis in die Anfänge des 20. Jahrhunderts ein Rotlichtviertel war.

In den 1930er Jahren begannen die Häuser zu ver-
fallen. Mitte der 1980er Jahre wollte man sie abreißen. Nach heftigen Protesten wurde nicht abgerissen sondern restau-
riert. Schmale Gassen mit liebevoll renovierten Barock-
und Biedermeierhäusern vermitteln heute einen Eindruck vom ursprünglichen Dorf.

In dem erneuerten Viertel wurden zu günstigen Beding-
ungen Künstler angesiedelt, der erste Kunsthandwerksmarkt Österreichs entstand in den stimmungsvollen Gassen. Nachdem es seit einigen Jahren nur mehr den Weihnachtsmarkt gab, veranstaltete der Verein "Kunst + Handwerk vom Künstler" im Jahre 2006 erstmals wieder während des Jahres in der Spittelberggasse Kunsthandwerksmärkte.